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Wissen A–Z

Digitale Begriffe – einfach erklärt.

Jeder Begriff zweimal: in einem Satz für den Alltag – und aufklappbar mit den technischen Details für Ihre IT oder Ihre Agentur-Ausschreibung.

Notizbuch mit einfachen Skizzen zu Auto, Paket, Diagramm und Rechnung

Alle Begriffe von A bis Z

AEO – Answer Engine Optimization

Einfach erklärt: Inhalte so schreiben und auszeichnen, dass Google oder ein Sprachassistent einen Teil davon direkt als Antwort zeigt oder vorliest.

Für Profis

Zielt auf hervorgehobene Snippets, „Ähnliche Fragen“, Sprachsuche und Antwortboxen. Mittel: Frage als Überschrift, Antwort in 40–60 Wörtern direkt darunter, Listen und Tabellen, FAQPage-Markup, eindeutige Fakten. Ergänzt SEO (Rankings) und GEO (Nennung in generativen KI-Antworten).

BFSG – Barrierefreiheitsstärkungsgesetz

Einfach erklärt: Ein Gesetz, nach dem viele Onlineshops für Verbraucher seit Juni 2025 so gebaut sein müssen, dass auch Menschen mit Einschränkungen sie bedienen können.

Für Profis

Gilt in Deutschland seit 28.06.2025 für Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr mit Verbrauchern (B2C); Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten und höchstens 2 Mio. € Umsatz oder Bilanzsumme sind bei Dienstleistungen ausgenommen. Maßstab ist in der Praxis die EN 301 549 / WCAG 2.1 AA: Kontraste, Tastaturbedienung, Alternativtexte, Formular-Beschriftungen, Barrierefreiheitserklärung. In Österreich gilt das Barrierefreiheitsgesetz (BaFG). Reine B2B-Shops sind nicht erfasst.

B2B-Portal – eigener Bereich für Händler

Einfach erklärt: Ein Login-Bereich, in dem Ihre Händler eigene Preise sehen und direkt bestellen.

Für Profis

Kundengruppen mit Gruppenpreisen und Rabattstaffeln, Sichtbarkeit nach Gruppe, Netto-Anzeige, Zahlung auf Rechnung, Schnellbestellung per Artikelnummer, optional Freigabe neuer Händler-Konten vor dem ersten Kauf.

Bestandsabgleich – Lager überall gleich

Einfach erklärt: Wenn ein Teil verkauft ist, wird es überall als verkauft angezeigt – im Shop und auf Marktplätzen.

Für Profis

Eine führende Datenquelle (Warenwirtschaft, DMS oder Shop), Abgleich per API oder geplanter Datei. Für Fahrzeuge: mobile.de und AutoScout24 bieten eigene Schnittstellen mit Freischaltung – wir prüfen Zugänge vor dem Angebot.

Core Web Vitals – Ladezeit-Noten von Google

Einfach erklärt: Drei Noten von Google: Wie schnell lädt die Seite, wie schnell reagiert sie, springt sie beim Laden?

Für Profis

LCP (größtes Element, Ziel ≤ 2,5 s), INP (Reaktion auf Eingaben, ≤ 200 ms) und CLS (Layout-Verschiebung, ≤ 0,1) – gemessen an echten Nutzern (CrUX). Typische Hebel: Bildformate WebP/AVIF, Critical CSS, verzögerte Drittanbieter-Skripte, Server-Antwortzeit (TTFB).

DATEV-Export – Daten für den Steuerberater

Einfach erklärt: Ihre Buchungen als Datei, die Ihr Steuerberater direkt einlesen kann.

Für Profis

DATEV-Format (EXTF) mit Buchungsstapel und Debitoren/Kreditoren, Kontenzuordnung nach SKR03 oder SKR04 – vorher mit dem Steuerberater abgestimmt und mit einem Testexport geprüft.

E-Rechnung – Rechnung, die Software lesen kann

Einfach erklärt: Eine Rechnung als Datei, die die Buchhaltung des Kunden automatisch einlesen kann – kein PDF zum Abtippen.

Für Profis

Norm EN 16931. In Deutschland XRechnung oder ZUGFeRD (ab Profil EN 16931), Empfangspflicht seit 2025, Ausstellungspflicht ab 2027/2028 gestaffelt. Belgien: B2B über Peppol BIS Billing 3.0 seit 2026.

Fitment – Fahrzeugzuordnung

Einfach erklärt: Die Info, an welches Auto ein Teil passt: Marke, Modell, Baujahr.

Für Profis

Abbildung als Kompatibilitätstabelle (Teil ↔ Fahrzeugtyp), nicht als Freitext. Datenquelle: Ihre Herstellerdaten oder lizenzierte Kataloge wie TecDoc. Der Filter Marke → Modell → Baujahr wird daraus erzeugt; KBA-/HSN-TSN-Suche ist je nach Datenlage möglich.

KI-Sichtbarkeit (GEO – Generative Engine Optimization) – in KI-Antworten vorkommen

Einfach erklärt: Dafür sorgen, dass ChatGPT & Co. Ihre Website lesen und Ihr Unternehmen korrekt beschreiben können.

Für Profis

Crawler-Zugang gezielt steuern (z. B. OAI-SearchBot für die Suche zulassen, GPTBot für Training separat), Inhalte ohne JavaScript lesbar, klare Fakten, strukturierte Daten. llms.txt ist optional – Google nutzt sie laut eigener Aussage nicht fürs Ranking.

Lokales SEO – in der Nähe gefunden werden

Einfach erklärt: Dafür sorgen, dass Kunden in Ihrer Stadt Sie bei Google und auf Maps finden.

Für Profis

Vollständiges Google-Unternehmensprofil mit Kategorien und Leistungen, einheitliche NAP-Daten (Name, Adresse, Telefon) in Verzeichnissen, LocalBusiness/AutoRepair-Markup, Leistungsseiten „Leistung + Ort“ und aktive Antworten auf Bewertungen.

Massenimport – viele Produkte auf einmal

Einfach erklärt: Tausende Produkte aus einer Excel-Liste in den Shop laden – statt jedes einzeln anzulegen.

Für Profis

Feld-Mapping mit Sprachspalten je Sprache, Varianten-Erzeugung, Bild-Zuordnung per Dateiname, Dubletten-Prüfung über Referenz/EAN, Testimport auf Kopie und Datenbank-Backup vor dem Live-Import.

Merchant Center – Google-Konto für Produkte

Einfach erklärt: Das Google-Konto, über das Ihre Produkte in Google Shopping erscheinen.

Für Profis

Verknüpft mit Google Ads und Unternehmensprofil. Kontosperren entstehen oft durch Richtlinien wie „Falsche Darstellung“ – fehlendes Impressum, unklare Rückgabe- oder Versandbedingungen. KI-erzeugte Bilder müssen ihre IPTC-Kennzeichnung behalten.

Monitoring – Überwachung rund um die Uhr

Einfach erklärt: Ein Dienst, der Ihre Website ständig prüft und Alarm schlägt, wenn etwas nicht läuft.

Für Profis

HTTP-Checks im Minutentakt aus mehreren Regionen, Ablauf-Warnung für SSL-Zertifikate, Prüfung wichtiger Seiten (z. B. Kasse) auf erwarteten Inhalt, Benachrichtigung per E-Mail.

Multishop – mehrere Shops, ein System

Einfach erklärt: Mehrere Länder-Shops, aber nur eine Software und ein Produktbestand.

Für Profis

PrestaShop-Multishop mit Shop-Gruppen: gemeinsamer Katalog und Bestand, je Shop eigene Domain, Sprache, Preise, Steuerregeln, Versandarten und Themes. Wichtig: hreflang, getrennte Sitemaps und kanonische URLs je Domain.

Peppol – Netzwerk für E-Rechnungen

Einfach erklärt: Ein europäisches „Postnetz“ für E-Rechnungen zwischen Firmen und Behörden.

Für Profis

Versand über einen zertifizierten Access Point (4-Corner-Modell), Format Peppol BIS Billing 3.0, Empfänger über Peppol-ID (z. B. Umsatzsteuer- oder Unternehmensnummer) adressiert.

Produkt-Feed – Produktliste für Google & Co.

Einfach erklärt: Eine automatisch erstellte Liste Ihrer Produkte, die Google Shopping oder Marktplätze regelmäßig abholen.

Für Profis

XML/CSV mit Pflichtattributen (id, title, price, availability, gtin, brand, image_link). Häufige Ablehnungsgründe: fehlende GTIN, Preisabweichung zur Landingpage, falsche Versandkosten. Pro Land eigener Feed und eigene Zielland-Einstellung.

Reverse Charge – Umkehr der Steuerschuld

Einfach erklärt: Bei Geschäften mit Firmen in anderen EU-Ländern zahlt der Kunde die Mehrwertsteuer in seinem Land – auf der Rechnung steht 0 %.

Für Profis

Voraussetzung: gültige USt-IdNr. des Kunden (VIES-Prüfung dokumentieren), Hinweis „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers“, Meldung in der Zusammenfassenden Meldung. Wir richten das technisch ein – die steuerliche Bewertung bleibt beim Steuerberater.

Review-Gating – nur Zufriedene einladen

Einfach erklärt: Wenn man nur zufriedene Kunden um eine Bewertung bittet. Das ist verboten.

Für Profis

Google und Trustpilot untersagen selektive Einladungen. Trustpilot verlangt Einladungen zu einem einheitlichen Zeitpunkt im Kundenprozess. In der EU kommt die Pflicht hinzu, offenzulegen, ob und wie Bewertungen auf Echtheit geprüft werden.

Server-Tuning – den Server schneller machen

Einfach erklärt: Die Einstellungen des Servers so anpassen, dass Ihr Shop schnell und stabil läuft.

Für Profis

PHP-FPM-Worker passend zum RAM, OPcache, MySQL/MariaDB-Puffer und Indizes, Page- und Object-Cache, HTTP/2–3, Brotli. Dazu Bot-Last begrenzen (z. B. Cloudflare-Regeln) – unnötige Crawler kosten oft mehr Leistung als echte Kunden.

SKU – Artikelnummer

Einfach erklärt: Die eindeutige Nummer jedes Artikels im Shop – wie ein Personalausweis für Ihr Produkt.

Für Profis

In PrestaShop die Referenz (reference) auf Produkt- oder Kombinationsebene. Wir trennen interne SKU, Hersteller-Teilenummer (MPN), OE-Nummer und EAN/GTIN sauber in eigene Felder – sonst scheitern Feeds, Dubletten-Prüfung und Marktplatz-Abgleich.

Strukturierte Daten – Zusatzinfos für Suchmaschinen

Einfach erklärt: Unsichtbare Hinweise im Code, die Google sagen: Das ist ein Produkt, das ist der Preis, das ist unsere Adresse.

Für Profis

schema.org als JSON-LD: Product/Offer, Vehicle bzw. Car für Fahrzeugangebote, AutoDealer/AutoRepair, FAQPage, BreadcrumbList. Fehlerfrei nach Rich-Results-Test – und deckungsgleich mit dem sichtbaren Inhalt.

WhatsApp Business Platform – WhatsApp für Firmen

Einfach erklärt: Die offizielle WhatsApp-Schnittstelle für Unternehmen – nicht die normale App.

Für Profis

Nachrichten-Kategorien Marketing, Utility, Authentication und Service mit unterschiedlichen Gebühren je Land. Vom Unternehmen gestartete Nachrichten brauchen freigegebene Vorlagen und eine Einwilligung (Opt-in) des Kunden.

Rechtliche und steuerliche Angaben ohne Gewähr – Vorgaben ändern sich. Verbindliche Beratung leisten Steuerberater und Rechtsanwälte.

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